Category Archives: Trollgeschichten

Angelfreunde – Trollgeschichte

Paul wachte auf und freute sich riesig das sein Vater mit ihm heute aufs Meer hinaus wollte, um die Angeln auszuwerfen. Natürlich wollte Paul auch einen großen Fisch fangen, aber eigentlich war es immer so, dass Pauls Vater die größeren Fische fing. Sein Vater sagte ihm dann, dass es daran lag, dass seine Angel ja die kleinere war, eine Kinderangel eben. Doch Paul akzeptierte das nicht und wollte es seinem Vater heute zeigen.
Paul rieb seine Augen und rief dann nach Fipsy, seinem kleinen Freund, den nur er sehen konnte. Fipsy war ein kleiner Troll, der sich mit Paul angefreundet hatte. Zuerst spielte Fipsy den Hagedorns nur Streiche, und da keiner den kleinen Wicht sehen konnte, bekam Paul meistens die Schuld.
Eines Tages, nachdem der Kuchen von Pauls Mutter versalzen war, weil jemand das Salz mit dem Zucker vertauscht hatte, wurde Paul wieder ausgeschimpft. Er beteuerte zwar, dass er das nicht gewesen sei, doch Paul glaubte keiner. Paul rannte auf sein Zimmer und weinte. Das fand auch Fipsy nicht so toll, weshalb er sich Paul zeigte und er ihn bat, ob sie nicht Freunde sein könnten. Denn eigentlich spielte Fipsy die meisten Streiche nur, weil er sich langweilte. So werden die Beiden die besten Freunde.
Fipsy kroch aus der Schublade, in der Pauls Strümpfe waren und reckte sich, wie es sich für einen Troll gehörte. Paul erzählte Fipsy vom geplanten Angelausflug. Natürlich konnte er nicht verschweigen, dass auch er mal einen großen Fisch fangen wollte. Fipsy fand das natürlich toll und wollte auch mit zum Fischen.
Paul und Fipsy gingen sich waschen. Das machte Paul immer besonders viel Spaß, da es Paul und Fipsy oft im Bad ein wenig übertrieben. Meistens versuchten sie sich gegenseitig nass zu spritzen, was zwar dazu führte, dass Pauls Mama wieder schimpfte. Sie meinte es eigentlich nicht böse, was Paul und Fipsy natürlich wussten.
Paul hörte, dass sein Papa bereits damit beschäftigt war, die Angeln und das ganze andere Zeug im Boot zu verstauen. Paul schnappte sich also schnell ein paar Butterbrote und rannte zum Steg. Fipsy hatte auch Hunger und so schlich er schnell zum Kühlschrank, aus dem er ein leckeres Eis stibitzte. Eis war Fipsy`s Leibgericht. Er rannte nun Paul nach und schnappte seine kleine Trollangel.
Eine Trollangel hat den Vorteil, dass die Rolle an der Angel rot leuchtet, wenn ein Fisch in der Nähe ist.
Paul begrüßte seinen Papa und sprang aufs Boot. Dadurch wackelte das Boot ein wenig und Pauls Papa wankte stark. Fipsy sprang ebenfalls aufs Boot und rülpste dabei auch noch laut. Das Boot wankte nun so stark, das Pauls Papa sich nicht mehr halten konnte und rücklings ins Wasser fiel.
Paul und Fipsy lachten laut los, weil Pauls Papa in seinen nassen Sachen so lustig aussah. Fipsy sagte nur zu Paul „Ich dachte das ist dein Papa, aber der sieht ja eher aus wie ein begossener Pudel.“ und beide lachten wieder laut los.
Pauls Papa kletterte auf den Steg und fluchte, aber Paul konnte ein kleines Lächeln im Gesicht seines Papas erkennen.
Nachdem sich Pauls Papa umgezogen hatte, ging es raus aufs Meer. Gute 10 Minuten später waren sie an ihrem Angelplatz angekommen und die Angeln wurden ins Wasser geworfen.
Es dauerte nicht lange und die Angelrute von Pauls Papa bog sich durch. Wenige Minuten später war ein guter Dorsch von über 60 cm Länge im Boot. Pauls Papa meinte, dass nun das Mittag gesichert ist. Die Zeit verging und Pauls Papa holte immer mehr Fische ins Boot. Paul hatte das Gefühl, dass er kein Glück beim Angeln hat und langweilte sich. Fipsy merkte natürlich, dass Paul traurig war und hatte eine Idee.
Als Pauls Papa den nächsten Fisch gefangen hatte, schnappte sich Fipsy einfach die Sehne mit den Haken und verhedderte diese ganz stark. Pauls Papa wunderte sich zwar, wie agil der kleine Fisch war, denn er konnte Fipsy ja nicht sehen und so wusste er nicht, dass dieser ihm gerade einen Streich spielte. Die Sehne hatte Fipsy nicht nur verheddert, sondern die Haken hatte er auch noch fest in der Kleidung von Pauls Papa verankert.
Pauls Papa fluchte, wusste er doch, dass die Haken aus seinen Sachen raus mussten, damit er sich nicht selber verletzen konnte. Das hieß aber auch, dass er nun eine Angelpause einlegen musste.
Fipsy schnappte sich nur Pauls Angel und verband seine Haken mit denen der Trollangel. Paul warf seine Angel aus und ließ den Pilker sinken. Auf einmal stupste Fipsy Paul an und zeigte auf seine Rolle. Diese war Signalrot und genau in diesem Moment zog es ganz heftig an Pauls Angel. Paul schrie auf und sein Papa sah, wie sich Pauls Angel fürchterlich verbog. Sofort hörte er damit auf, seine Angel wieder flott zu machen und half Paul. Allen war klar, dass da ein großer Brocken an Pauls Haken hängen musste.
Paul zog und rollte dann die Sehne ein, wie es sein Papa gezeigt hatte. Pauls Papa hielt nun die Angel mit fest und Fipsy starrte gebannt aufs Wasser, ob er schon den Fisch entdecken konnte. Es dauerte fast eine Ewigkeit und Pauls Arme taten auch schon weh, als im Wasser endlich etwas weiß schimmerte. Ja, ein dicker Fisch hing an Pauls Angel. Pauls Papa zog nun den Fisch an Bord. Paul hatte nicht gedacht, dass Angeln so anstrengend sein könnte und betrachtete nun seinen Fang. Pauls Papa war auch ganz aufgeregt und er sagte immer wieder, dass er so einen großen Leng noch nicht gefangen hatte.
Paul war mit seinen 1,42 Meter nicht gerade klein. Der Fisch war aber auch nicht viel kleiner. Nachdem der Fisch sicher an Bord war, umarmten sich Paul und sein Papa und freuten sich riesig. Paul war wahnsinnig stolz und klatschte auch mit Fipsy ab.
Es ging auf dem kürzesten Weg zurück nach Hause. Dort angekommen, wurde das Prachtexemplar vermessen und schon bald waren fast alle Nachbarn ebenfalls da, denn es sprach sich rasend schnell herum, dass Paul einen riesigen Leng gefangen hatte. Der Leng war 1,26 Meter lang. Sofort waren sich alle einig, dass zur Freude des Tages ein großes Fest stattfinden würde und zu Ehren von Pauls großem Fang wurden alle zum Mittag eingeladen. Diesen Trubel fand Paul toll. Paul durfte den Fisch dann zusammen mit seinem Papa ausnehmen und filetieren. Es waren wirklich riesige Filets. Paul vergaß aber nicht, wem er diesen Fang eigentlich zu verdanken hatte und ging hoch zu Fipsy, der sich nicht wohl fühlte, wenn so viele Menschen beisammen waren. Paul machte Fipsy jedoch einen Vorschlag. Er sollte seine ganzen Trollfreunde ebenfalls einladen: Warum sollte es nur ein Fest für die Menschen geben. Paul ging schnell in die Küche und stibitzte 2 der anderen Fische aus dem Ofen. Diese brachte er Fipsy. Fipsy freute sich riesig und traf sich am Trollplatz mit seinen Freunden.
Fipsy erzählte den anderen Trollen auf Trollart, was für einen riesigen Fisch er und Paul gefangen hatten. Natürlich wurde der Fisch am Trollfeuer immer größer und am Abend war der Leng bereits so groß, dass das Boot von Pauls Papa fast unter gegangen wäre, als der Fisch endlich an Bord war. Die Augen waren riesig und glasig und das Maul hatte messerscharfe, riesige Zähne. Die Party wurde toll und Fipsy war heute der Held bei den Trollen, denn alle Trolle wussten, dass Fipsy zwar ein wenig geflunkert hatte mit der Größe, aber das der Fisch trotzdem groß sein musste, weil ja auch die Menschen gleich eine große Feier machten.
In der Nacht kehrte Fipsy zurück zu Pauls Haus. Alles war schon ruhig und schlief. Fipsy ging in Pauls Zimmer und wollte es sich gerade in den Socken von Paul gemütlich machen, als Paul sich umdrehte und sagte. „Danke Fipsy, Du bist mein bester Angelfreund.“
Beide sahen sich lächelnd an und schliefen ein.

Hier kannst Du Dir die Trollgeschichte “Angelfreunde” Downloaden.

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Troll Geschichten

Wie Ihr sicherlich alle wisst, spielen die Trolle in Norwegen eine ganz besondere Rolle.
Den Trollen sagt man ja so einiges nach.

So soll es winzig kleine Trolle geben, aber auch riesig große. Manche tragen ganze Berge und Wälder mit sich rum. Andere verwüsten ihre Umgebung und wieder andere spielen uns Menschen liebend gerne Streiche. So hat man schon von zahlreichen Anglern gehört, deren Boot kenterte, obwohl keine Welle in Sicht war. Oder plötzlich hatten Wanderer einen nassen Kopf, weil sich so mancher Troll an eine Klippe stellt und vorbeiziehenden Menschen auf den Kopf uriniert.

Es soll aber auch liebe Trolle geben, die dem Menschen gut gesonnen sind und ja, es soll sogar Menschen geben, die Trolle nicht nur sehen, sondern auch mit ihnen reden können.

Die Idee

Ich möchte hier mit Eurer Hilfe einige kleine Trollgeschichten schreiben und diese mit passenden Illustrationen bestücken. Die Trollgeschichten sollen vor allem für Kinder geschrieben werden.

Dazu würde ich es toll finden, von Euch bestimmte Vorgaben zu bekommen, die ich dann in die Geschichten einfließen lassen kann. Gerne könnt Ihr mir auch Fotos senden, die ich für die Illustrationen verwenden soll. Lasst Eurer Phantasie freien Lauf. Ich versuche daraus etwas Schönes zu machen.

Ich werde am Montag, dem 23.11.2009 mit einer ersten kleinen Geschichte beginnen, damit Ihr so ungefähr eine Vorstellung habt, in welche Richtung es gehen soll.

Also sendet mir Eure Ideen, kurze Stichpunkte oder auch Sehenswertes per Email (info@norwegenurlaub.org) zu. Sehenswürdigkeiten, Orte oder ähnliches verlinke ich auch gerne aus der Geschichte.

Über Kommentare und Anregungen würde ich mich sehr freuen. Dazu ist ja schließlich die Kommentarfunktion da. ;-)

Jan und Ansgar

Jan und Ansgar ist meine erste Trollgeschichte. Die Story könnt ihr wie oben beschrieben beeinflussen.
Worum geht es?
Anna, Jan und ihre Eltern sind nach Norwegen ausgewandert. Die Familie ist aber nicht allein. Was keiner ahnt, die Sturms müssen ihr Haus mit einer Trollfamilie teilen. Da Trolle aber Menschen nicht gerade mögen, spielen diese erstmal einige Streiche. Jan ist jedoch in der Lage, die Trolle zu sehen und freundet sich mit Ansgar, dem kleinsten der Trolle an. Beide stehen vor ihrem größten Abenteuer, denn sie müssen Ansgars Schwester Bente aus den Klauen des bösen Trolls Horda retten.

1. Der erste Morgen

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Auf zur Schule

Skundeneshavn heißt die neue Stadt, in der Sturms nun wohnen. Als Papa damals davon sprach, dass sie aus Deutschland wegziehen würden, weil er dann in Haugesund arbeiten würde, da fand Anna das erst mal spannend. Doch je näher die Zeit rückte, desto mehr wurde Anna klar, dass sie ihre Freunde wahrscheinlich nur noch sehr selten sehen würde.

Anna und Jan wurden von Frederike zur Schule gebracht. Anna hatte Angst, denn sie wusste ja nicht, wie die anderen Kinder auf das neue Mädchen aus dem anderen Land reagieren würden. Außerdem konnte Anna kein Wort Norwegisch, aber das sollte nicht das größte Problem für Anna werden.

Als die Sturms die Schule erreichten, bot sich allen ein völlig anderes Bild von der Schule. Anna, Jan und auch Fredericke dachten an die eintönigen, wenig einladenden Schulen in Deutschland.

Die Schule in Skundeneshavn war anders. Alles wirkte sehr gepflegt und sauber. Da es bereits nach 9 Uhr war, waren auch keine Kinder zu sehen. Man hörte jedoch einige Kinder singen, was klar darauf hindeutete, dass es auf jeden Fall auch Musikunterricht in Norwegen gibt.

Rings um die Schule zog sich ein wahres Spielparadies, das sich aus Sportmöglichkeiten, Wiesen und einem großen Kletterpark zusammensetzte. Alles war sehr schön in die Umgebung eingepasst.

In der Schule wurden Sturms gleich von mehreren Erwachsenen und Kindern empfangen.

Eine Frau stellte sich als Frau Jacobsen vor. Komischerweise nicht in norwegisch, sondern in einem sehr guten deutsch. Bald stellte sich heraus, dass es sich um die Direktorin handelte.

Anna betrachtete die anderen Personen eingehender. Dabei fiel ihr Blick auf einen Jungen, der in ihrem Alter sein musste. Dieser sah irgendwie total nett aus und als Anna zu ihm sah, lächelte er verlegen.

Jan hingegen zappelte wie immer herum. Nachdem Frau Jacobsen alle anderen Anwesenden vorgestellt hatte, erzählte sie etwas von der Schule und in welche Klassen Anna und Jan kommen würden.

Danach musste Anna dem Jungen und einem Mädchen folgen. Jan hingegen wurde von Frau Jacobsen und Frederike begleitet. Anna hatte Angst vor dem was da kommen sollte und brachte keinen Ton raus. Plötzlich wandte sich der Junge zu Anna um. „Du brauchst keine Angst zu haben. Wir sind ebenfalls aus Deutschland. Ich bin Ole und das ist Jasmin. Wir wohnen ebenfalls hier in Skundeneshavn und werden uns ein wenig um dich kümmern. Die Kinder, Lehrer und Frau Jacobsen sind sehr nett und die Sprache ist auch nicht das Problem. Viele Kinder können hier auch deutsch, da es auch in der Schule gelehrt wird.

Wir haben in 10 Minuten Pause und werden Dir in dieser Zeit unsere Schule ein wenig zeigen.

Anna war erleichtert und sah Ole in die Augen. Der wurde ein wenig rot und schritt schnell voraus.

Jan, Frau Jacobsen und Frederike gingen in Richtung Lehrerzimmer, als Jan plötzlich stürzte. Keine wusste weshalb, da es hier nur gerade aus ging. Was keiner ahnen konnte war, dass Ansgar, der kleine Troll aus dem Haus von Sturms war.

Frau Jacobsen half Jan auf und tröstete ihn. Dann sagte sie etwas energisch auf Norwegisch, was Frederike und Jan nicht verstanden. „Frau Sturm, gehen sie und Jan bitte in das zweite Zimmer rechts. Sie werden dort schon von den Schülern und der Klassenlehrerin erwartet. Ich komme sofort nach.“

Als Frederike und Jan in den Klassenraum eingetreten waren und die Tür geschlossen war sagte Frau Jacobsen; „Zeige Dich, Du kleiner Unhold. Hier spricht Mette Valdir und befiehlt Dir, dass Du Dich zu erkennen gibst!“

Plötzlich tauchte Ansgar, der kleine Troll aus dem Nichts auf und trampelte nervös von einem Bein auf das andere.

„Wer bist Du und woher kommst Du?“

Ich bin Ansgar aus dem Hause Tuklingar. Die ekeligen, fetten Menschen haben sich in unserem Haus breitgemacht, was ich nicht dulden kann!“

„Tuklingar, höre mir sehr gut zu. Du wirst die Familie akzeptieren müssen, denn vor ihnen und dir steht eine sehr schwierige Aufgabe. Horda gewinnt immer mehr an Macht und will mit ihren Schergen ans Licht treten. Die Sturms und die Tuklingars spiele eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Horda! Du wirst Jan und auch den anderen Sturms also keine Fallen mehr stellen, verstanden?“

Ansgar nickte verlegen. Frau Jacobsen war eine weise Fee, die in die Zukunft sehen konnte. Sie lebte als Mensch, um das Gleichgewicht zwischen Menschen und Trollen zu wahren, damit beide Geschöpfe nebeneinander leben konnten. Ansgar wusste natürlich, dass Frau Jacobsen, bzw. Mette Valdir, wie ihr richtiger Name war, in Wahrheit eine starke Fee war, die auch große Zauberkräfte besaß.

Ansgar nickte, doch gleichzeitig dachte er, er wird es den Sturms schon zeigen. Als hätte Frau Jacobsen das gehört sprühte sie in Richtung Ansgar. „Tuklingar, denke an meine Worte, sonst werde ich dich und deine Sippe mit einem mächtigen Fluch belegen. Ich werde das Haus überwachen lassen. Sollte mir zu Ohren kommen, dass du den Sturms das Leben erschwerst, werde ich dich in einem kleine Karbu verwandeln!“

Ansgar wurde immer kleiner und nickte nur abermals. Er wollte nur schnell nach Hause und nicht mehr in der Nähe der großen Fee sein.

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Der erste Morgen

Anna wachte sehr früh in ihrem neuen Bett auf. Die Vögel rings um das Haus schienen schon einen Wettbewerb auszutragen, wer wohl der beste Sänger sei. Sonnenstrahlen kitzelten Anna in der Nase, oder sollten es etwa nicht nur Sonnenstrahlen sein?

Anna juckte sich die Nase, aber das Kitzeln wollte einfach nicht aufhören. „Na warte“ dachte Anna und drehte sich abrupt um. Nichts zu sehen, komisch. Anna war fest davon überzeugt, dass Jan auf die dumme Idee kam, ihr gleich am ersten Tag in ihrer neuen Heimat einen Streich zu spielen.

Aber kein Jan war zu sehen. Die Tür stand zwar offen, aber aus Jans Zimmer konnte Anna Jans typische Schlaflaute hören. Es ist schon ungewöhnlich, wenn ein 7-jähriger Knirps, na ja, nicht schnarcht, aber eben Geräusche beim Schlafen von sich gibt.

Anna setzte sich auf und besah sich ihr neues zu Hause etwas genauer. Ihr Zimmer war groß, größer als in Deutschland auf jeden Fall. Aber es fehlte noch vieles. Anna stand auf und schlüpfte in ihre Pantoffel. Gerade als sie loslaufen wollte, bemerkte sie eine Bewegung dicht neben sich.

Das konnte nur ein Traum sein, dachte sie bei sich, denn ihr war eben so, als wenn ein kleines Männchen die Zunge rausgestreckt hatte. Im nächsten Moment merkte Anna, wie sie ihre Füße nicht kontrollieren konnte und geradewegs auf die Erde klatschte. „Hihihi“ hörte es Anna.

„Aua, wer bist Du?“ Keine Antwort. Anna dachte immer noch an einen Traum, aber dieser war sehr schmerzhaft. Sie setzte sich wieder auf und bestaunte ihre Hausschuhe, denn die standen immer noch dort, wo Anna sie angezogen hatte. Nicht einen Millimeter bewegt hatten sich die Dinger. Anna wollte einen aufnehmen, als sie bemerkte, dass sich dieser nicht bewegen ließ.

„Jetzt reicht`s!“ schrie Anna und rannte in Jans Zimmer. Dieser hatte von dem ganzen Spuk nichts mitbekommen und gab weiterhin seine eigentümlichen Schlafgeräusche von sich. Anna warf sich auf ihn und hielt Jan an beiden Armen fest. „Du kleiner, gemeiner Kerl, was hast du mit meinen Hausschuhen gemacht?“ sagte sie. Jan wusste nicht was los war und schrie gleich los. Erschrocken wie er war, versuchte er sich zu befreien, was ein schier aussichtsloses Unterfangen war, wenn die eigene Schwester 4 Jahre älter ist.

Zum Glück bekamen Frederike und Peter den ganzen Lärm mit und liefen schnell in Jans Zimmer. Peter fragte nur, was denn los sei und zog Anna langsam aber bestimmt von Jan runter. Jan weinte bereits.

Frederike nahm Jan in den Arm und fragte ihn ebenfalls, was passiert ist, doch der arme Kerl war völlig ausser sich und schluchzte weiter.

Peter nahm sich Anna vor und fragte was in sie gefahren ist. Anna erzählte ihrem Vater von dem Nasenkitzeln und schimpfte dann wie ein Rohrspatz auf Jan los, dass dieser ihre Schuhe am Boden festgeklebt hat, sodass Anna hingefallen war. Peter sah sich die Schuhe von Anna an und bekam sie auch nicht von der Erde los. Er ging zu Jan und fragte ihn, was der Unsinn soll. Dieser beteuerte, dass er Annas Schuhe nicht angefasst hatte.

Peter sagte nur „Willkommen in Norwegen“ und winkte ab. „Das war unser Haustroll“.

(Ist noch nicht durch die Korrektur!)

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Troll Geschichten

Wie Ihr sicherlich alle wisst, spielen die Trolle in Norwegen eine ganz besondere Rolle.
Den Trollen sagt man ja so einiges nach.

So soll es winzig kleine Trolle geben, aber auch riesig große. Manche tragen ganze Berge und Wälder mit sich rum. Andere verwüsten ihre Umgebung und wieder andere spielen uns Menschen liebend gerne Streiche. So hat man schon von zahlreichen Anglern gehört, deren Boot kenterte, obwohl keine Welle in Sicht war. Oder plötzlich hatten Wanderer einen nassen Kopf, weil sich so mancher Troll an eine Klippe stellt und vorbeiziehenden Menschen auf den Kopf uriniert.

Es soll aber auch liebe Trolle geben, die dem Menschen gut gesonnen sind und ja, es soll sogar Menschen geben, die Trolle nicht nur sehen, sondern auch mit ihnen reden können.

Die Idee

Ich möchte hier mit Eurer Hilfe einige kleine Trollgeschichten schreiben und diese mit passenden Illustrationen bestücken. Die Trollgeschichten sollen vor allem für Kinder geschrieben werden.

Dazu würde ich es toll finden, von Euch bestimmte Vorgaben zu bekommen, die ich dann in die Geschichten einfließen lassen kann. Gerne könnt Ihr mir auch Fotos senden, die ich für die Illustrationen verwenden soll. Lasst Eurer Phantasie freien Lauf. Ich versuche daraus etwas Schönes zu machen.

Ich werde am Montag, dem 23.11.2009 mit einer ersten kleinen Geschichte beginnen, damit Ihr so ungefähr eine Vorstellung habt, in welche Richtung es gehen soll.

Also sendet mir Eure Ideen, kurze Stichpunkte oder auch Sehenswertes per Email (info@norwegenurlaub.org) zu. Sehenswürdigkeiten, Orte oder ähnliches verlinke ich auch gerne aus der Geschichte.

Über Kommentare und Anregungen würde ich mich sehr freuen. Dazu ist ja schließlich die Kommentarfunktion da. ;-)

Jan und Ansgar

Jan und Ansgar ist meine erste Trollgeschichte. Die Story könnt ihr wie oben beschrieben beeinflussen.
Worum geht es?
Anna, Jan und ihre Eltern sind nach Norwegen ausgewandert. Die Familie ist aber nicht allein. Was keiner ahnt, die Sturms müssen ihr Haus mit einer Trollfamilie teilen. Da Trolle aber Menschen nicht gerade mögen, spielen diese erstmal einige Streiche. Jan ist jedoch in der Lage, die Trolle zu sehen und freundet sich mit Ansgar, dem kleinsten der Trolle an. Beide stehen vor ihrem größten Abenteuer, denn sie müssen Ansgars Schwester Bente aus den Klauen des bösen Trolls Horda retten.

1. Der erste Morgen

2. Auf zur Schule

Weitere Trollgeschichten – Kurzgeschichten
Hier könnt Ihr weitere Trollgeschichten von mir lesen.
Es handelt sich um Kurzgeschichten, die vor allem Kindern Spaß bringen, Euch aber auch Norwegen etwas näher bringen sollen.

- Angelfreunde (21.03.2010)

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